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Cäsar=Paula 5 "Angriffziel Emden", 1940 |
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© Dietrich Janßen, 26721 Emden, eMail: BunkerEmd@aol.com |
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Das Fotoarchiv des Verfassers, "Angriffsziel Emden im Zweiten Weltkrieg", enthält viele zeitgenössische Fotografien von einer hohen dokumentarischen Aussagekraft. Die Fotos sind bisher noch nicht thematisch geordnet worden, verfügen aber teilweise auf den Rückseiten über eine Beschriftung. Auch sind einige Fotoalben vorhanden, aus denen die langsame Zerstörung der Stadt Emden dokumentiert werden kann. Durch Anklicken der verkleinerten Aufnahmen auf dieser Seite ist es möglich, eine vergrößerte Version des Fotos zu betrachten. Bitte berücksichtigen Sie, dass die Fotos verlängerte Ladezeiten aufgrund der höheren Auflösung in Anspruch nehmen. Die Fotografien unterliegen dem Copyright. Begründete Anfragen zwecks Veröffentlichung müssen an BunkerEmd@aol.com gestellt werden. |
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Angriff auf Emden am 13.07.1940. Bei diesem Angriff handelte es sich um den ersten Luftangriff, der im das Emder Telegrafenamt treffen sollte. |
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Auszüge aus Kriegstagbüchern des Luftschutzes sowie des Hauptzollamtes Emden und aus dem Kriegstagebuch des Kommandanten im Abschnitt Emden, Quelle Franz Lenselink, Delfzijl |
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13.07.1940, 01.15 bis 02.29 Uhr. Geschlossene Wolkendecke. Wolkenhöhe etwa 3500 m, mit losen Einzelwolken zwischen 2000 und 3000 m. Gute Sicht. Dunkle Nacht. Mondlos. Windstill, warm. Vorkommnisse: Erstmalig größerer Fliegerangriff auf Emden mit mehreren Flugzeugen. Es wurde beim ersten Anflug Fliegeralarm gegeben. Erster Bombenabwurf in der Gegend des Delftes, auf das Telegrafenamt (Fluko) und die Gasanstalt. Es wurden insgesamt 54 Sprengbomben mittleren Kalibers abgeworfen. Starke Schäden am Falderntor und am Telegrafenamtsgebäude. Bomben fielen vor und hinter das Telegrafenamt. Drei Häuser völlig vernichtet. Ein Haus mit einem darunter befindlichem Luftschutzkeller brannte sofort lichterloh. Weitere Häuser hatten erheblichen Glasschäden. Brand wurde beherrscht. Die beiden anderen Häusern Nebenhäuser Am Falderntor wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Hier insgesamt sechs Tote, 9 Schwerverletzte und 9 Leichtverletzte. Hiervon später noch 1 Kind gestorben. Weitere Bomben fielen auf den Südbahnhof. Nach Aussage des Leiters des Luftschutzes, OB Renken, galt der Angriff im wesentlichen dem Telegrafenamt, das jedoch wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde.. Bild 1: Erster Angriff auf Emden, Schadensstelle Am Falderntor, Foto Dr. Brillmann, Emden Bild 2: Geräumte Schadensstelle im August 1940, Foto Dr. Brillmann, Emden Bild 3: Öffentliche Bekanntmachung in der OTZ vom 15. Juli 1940 Bild 4:Grabstelle des Günther Meentzen auf dem Bolardusfriedhof |
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Angriff am 14.07.1940, Uhrzeit 01.38 bis 01.46. Bereits einen Tag später erschienen wieder einige britische Bombenflugzeuge über Emden, die durch das Abwehrfeuer der Flakbatterien zum Abdrehen vor dem Bombenabwurf auf die Stadt gezwungen wurden. Ein tief anfliegendes Feindflugzeug warf nach mehrfachem Kurven einen Reihenbombenwurf von vier Sprengbomben vor und hinter die Polizeikaserne an der Nesserlander Straße. Bei einer der Bombe handelte es sich um einen Blindgänger, der in der Nesserlander Straße einschlug. Der Außenhafen war einige Zeit nicht mehr erreichbar. Auch die Zugverbindung und die Straßenbahnlinie waren unterbrochen. Bild: Nachtaufnahme einer feuernden Batterie. Quelle:Kriegstagebuch des Vorstehers des Hauptzollamtes Emden 1939 - 1945 |
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Angriff am 21.07.1940, Uhrzeit 01.09 bis 01.16 An diesem Tage war es bewölkt und gute Sicht. Es wurden in der Nacht fünf Bomben abgeworfen, die in den Neuen Binnenhafen auf der Linie Erzpier - Drehbrücke fielen, davon eine ins Poldergebiet, vier ins Wasser. Auch wurde die Mole beschädigt. |
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Meldung am 28.07.1940 zum Angriff vom 13.07.1940 Ein weiterer Blindgänger vom o.g. Großangriff wurde im freien Gelände bei Larrelt gefunden. Die Gesamtzahl der Bomben, die auf Emden abgeworfen wurden, hatte sich damit auf 80 erhöht. |
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Angriff am 29.07.1940, Uhrzeit 23.40 Wiederholter Bombenabwurf auf den Außenhafen. Bei diesem Angriff wurde ein Erzkahn beschädigt. |
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Angriff am 03.08.1940, Uhrzeit 00.55 und 23.22 Abwurf von Bomben in den Dollart und südlich des Erzkais. |
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Angriff am 08.10.1940, Uhrzeit 00.20 und 20.50 Es wurden eine Anzahl von Bomben auf den Bahnhof Emden-West und die Cirksenastraße abgeworfen. Weitere Bomben. Weitere Bomben fielen in der Nähe der Kaserne und Albringswehr. Bild 1: Cirksenastraße 19, zerstörtes Wohnhaus Bild 2: Strecke Emden Harsweg, Bombentreffer am Bahnkörper |
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Angriff am 21.09.1940 Es wurden über Emder und Larrelter Gebiet Brandplattchen abgeworfen. |
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Angriff am 10.10.1940, Uhrzeit 23.37 bis 23.38 Es wurden fünf Sprengbomben in den Dollart abgeworfen. |
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Angriff am 21.10.1940, Uhrzeit 02.49 Eine aus dem Westen angreifende Feindmaschine warf über Larrelt mehrere Brand- und einige Sprengbomben ab. Von den Brandbomben konnte die Hälfte unschädlich gemacht werden. Es traten Brandschäden an der Kirche, Pfarrhaus und Scheune auf. Foto: Fußteil einer Brandbombe, Larrelt, 22.10.1940, Foto Rink, Emden |
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Angriff am 24.10.1940, Uhrzeit 04.44 bis 05.18 Reihenwürfe zahlreicher Spreng- und Brandbomben auf die Erzpier und die Westmole sowie die Uferböschung des Emsdeiches. Auf den Außenhafen warfen britische Bomber 21 Sprengbomben ab, wobei ein Rangiergleis durch zwei Volltreffer zerstört wurde. Einige Brandbomben verursachten einen Zimmerbrand. Nach dem Angriff wurden einige Blindgänger aufgefunden. Ein 16 jähriger Zivilist, Ewald Janßen*, starb durch Granatsplitter und ein Soldat wurde in der Batterie Kalahari beim Angriff verletzt. Foto: Batterie Kalahari am Emsdeich 1940 * Quelle: Dallinga/Janßen, Emder Bombenopfer 1940 - 1945, "Sie gaben ihr Leben", 1999, Seite 3 |
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Angriff
am 29.10.1940, Uhrzeit von 22.05 bis
22.37 Mehrere An- und Abflüge feindlicher Flugzeuge in den Raum Emden und in holländisches Gebiet. Keine Sachschäden wurden verzeichnet, jedoch Flurschäden. |
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Angriff
am 30.10.1940, Uhrzeit 19.30 bis
20.46 Nach dem die Luftlage am Tage ruhig war, erfolgten aus dem Westen sieben Feindeinflüge, die den Raum Emden berührten. Davon griffen zwei oder drei Maschinen Emden aus verschiedenen Richtungen an. Ein Bomber warf um 20.21 Uhr vier Bomben auf die Batterie Knock ab. Zwei Bomben, die in das Batteriegelände fielen, waren Blindgänger, während die beiden anderen im freien Gelände explodierten. Bild: Abwehrfeuer der Flak
auf Norderney vom Festland aus gesehen |
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Angriff
am 05.11.1940 Etwa 20 Bomber greifen Emden aus verschiedenen Richtungen an. Es werden Spreng- und Brandbomben in der Nähe des Marinelazarett (Herrentorschule), Wolthusen, Larrelt und Wybelsum abgeworfen. In Wolthusen gab es durch den Abwurf von Brandbomben verschiedene Brandstellen, die durch die Selbstschutzkräfte gelöscht werden konnten. |
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Angriff
am 17.11.1940, Uhrzeit 00.22 bis
00.25 Bei
dem Einzelangriff einer rückfliegenden Maschine aus dem Reich werden bei einem
Reihenwurf zwei Spreng- und 30 Brandbomben abgeworfen,
die den Südbahnhof und die Brikettfabrik treffen. Einige der Brandbomben
gehen auch in der Nähe des Marinelazaretts herunter. Es treten erhebliche
Sachschäden an Lagerschuppen, Leuchtgasbehälter und Waggons der Reichsbahn
auf. Einige Waggons werden aus den Gleisen gehoben und durch den Detonationsdruck
des Gasbehälters teilweise zerstört. Das Magazingebäude bei der Brikettfabrik
brannte völlig aus. |
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Ende November Beginn des Bunkerbaues
in Emden Der
Bunkerbau wurde durch das Programm des Führers vom 10.10.1940 ins Leben
gerufen. Das Bauprogramm sollte bezwecken, dass die Bevölkerung bombensicher
untergebracht wurde. Das Stadtbauamt Emden begann mit den Bunkerbauten der
ersten Welle. Verbaut wurde insgesamt 37.000 m³ Beton. Für den Überflugort
Emden musste im Laufe des Jahres 1940 immer häufiger Fliegeralarm gegeben
werden, so dass eine drangvolle Enge in den LS-Kellern herrschte. Wenn der
Fliegeralarm für Emden immer genau nach Vorschrift durchgeführt worden wäre,
dann hätte die Bevölkerung oft zwischen 18.50 Uhr bis 7.00 Uhr morgens in den
LS-Kellern sitzen müssen. Von den militärischen Stellen wurde die Alarmierung
nicht ausgelöst, wenn vorbeifliegende Flugzeuge das Stadtgebiet berührten,
wobei das Risiko eines Angriffs bei plötzlichem Kurswechsel nach dem
Vorbeiflug in Kauf genommen werden musste. Oft griff aus einer Gruppe von Flugzeugen
ein Flugzeug direkt Emden an. In diesen Fällen wurde unmittelbar Fliegeralarm
gegeben. Ein ruhiges Schlafen war so nicht möglich, auch nicht in den
provisorischen Luftschutzkellern. Foto:
Baugrube des Luftschutzbunkers Holzsägerstraße |
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Angriff am 22.12.1940 Bei diesem Angriff wurden
mehrere Bomben auf den Bereich der Eichstraße und Borssum abgeworfen.
Beschädigt wurde u.a. eine Hochspannungsleitung. |
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Fliegeralarme 1939 -
1940 und Angriffe auf den Luftschutzort I. Ordnung Emden Der Luftschutzort I.
Ordnung Emden hat bisher 285 Fliegeralarme gehabt und zwar: 1939 4 1940
281 Zu den Fliegeralarmen im
Jahre 1940 zählen auch die Fälle, in denen nur Flakbeschuß gegeben oder nur
entwarnt wurde, ohne dass vorher Fliegeralarm ausgelöst wurde.
Der Luftschutzort I.
Ordnung Emden wurde an folgenden Tagen angegriffen: Lfd.Nr.
Tag
Tote: Verletzte: 1.)
13.07.40
7 19 2.)
14.07.40
-- -- 3.)
21.07.40
-- -- 4.)
29.07.40
-- -- 5.)
03.08.40
-- -- 6.)
21.09.40
-- -- 7.)
08.10.40
-- 2 8.)
10.10.40
-- -- 9.) 24.10.40 1 -- 10.)
29.10.40
-- -- 11.)
30.12.40
-- -- 12.)
05.11.40
-- -- 13.)
17.11.40
-- -- 14.) 22.12.40 -- -- |
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Ein Unterhaltungsspiel für jung und alt: Der Fliegeralarm! |
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Stand 2002-10-13 |
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