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Warum wurde Esens bombardiert?
War die
Stadt Esens am 27.9.1943 für die Amerikaner ein „Gelegenheitsziel“?
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© Gerd Rokahr; Esens, 2001,
eMail: gerd.rokahr@web.de
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Die
Erinnerung an die Bombardierung der Stadt Esens am 27. September 1943, bei
der 165 Menschen ihr Leben verloren und große Teile des Stadtkerns zerstört
wurden, ist in der Bevölkerung bis heute lebendig geblieben. Doch die
Vorstellung vom Verlauf dieses Bombenangriffs wird zuweilen auch heute noch
von den Propaganda-Artikeln der NS-Presse und weiteren, hartnäckig fortlebenden
Legenden entstellt. 1985 wies der damalige Esenser Bürgermeister Werner
Schmidt anlässlich der Gedenkfeier für die Opfer des Bombenangriffs auf die
vielen Unklarheiten und Widersprüche in der Überlieferung dieses tragischen
Geschehens hin: „Während bisher angenommen worden war, daß die englischen und
amerikanischen Bomber durch die deutsche Flak vom eigentlichen Angriffsziel
Wilhelmshaven abgedrängt worden waren und ihre Bomben auf dem Rückflug im
Notabwurf über den ostfriesischen Städten Esens, Aurich und Emden
ausklinkten, sei jetzt [nach Öffnung der „Kriegsarchive in London“] angeblich
festgestellt worden [...], daß die Bombardierung rein ziviler Ansiedlungen
wie Esens eine geplante Aktion als Vergeltung am deutschen Volk gewesen sei“1.
- Was war wirklich am 27.9.1943 in Esens geschehen? Der folgende Text ist ein
Versuch, Antworten auf diese Frage zu finden.
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Engländer oder Amerikaner?
Zwischen
einem britischen und einem amerikanischen Bombenangriff bestanden
hinsichtlich ihrer Ziele und Methoden gravierende Unterschiede. Die
Bomberströme der Briten erschienen nur nachts über Deutschland; sie belegten
ganze Städte mit Spreng- und Brandbomben („area-bombing“), um die Wohnstätten
der Zivilbevölkerung auszubrennen, möglichst viele Menschen zu töten, das
deutsche Volk zu demoralisieren. Die Amerikaner dagegen flogen zunächst bei
guter Sicht Tagesangriffe in geschlossener Formation, um mit
Präzisions-Bombenwürfen ausgewählte Punktziele (U-Bootbasen,
Rüstungsfabriken, Verschiebebahnhöfe) zu zerstören. - Schon der Zeitpunkt des
Angriffs (vormittags), das Baumuster der beteiligten Bomber (B-17 =
„Fliegende Festung“) und die angewandte Kampfmethode („Teppichwurf“) lassen
erkennen, dass die Angreifer Amerikaner („nordamerikanische Bomberverbände“)
waren. Nichts anderes verbreitete am 28.9.1943 der deutsche Wehrmachtsbericht2,
der täglich vom Rundfunk ausgestrahlt und von den Tageszeitungen abgedruckt
wurde, so dass die Identität der feindlichen Flieger den Zeitgenossen bekannt
gewesen sein müsste. Dass an diesem Angriff
ausschließlich amerikanische Bomber beteiligt waren, beweisen zudem die
Einsatzberichte der US Air Force (die nicht in den „Kriegsarchiven in
London“, sondern in amerikanischen Archiven liegen)3 und die
entsprechenden deutschen Luftwaffen- und Marineakten im
Bundesarchiv/Militärarchiv in Freiburg 4.
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Flächenbombardements
Nachdem
die in Englands stationierte 8. US Army Air Force im Sommer 1943 über
Deutschland schwere Niederlagen mit hohen Verlusten erlitten hatte („Blutiger
Sommer“), gaben die Amerikaner, um endlich wieder zum Erfolg zu kommen, ihre
Vorbehalte gegen das britische Angriffsverfahren auf. Auch sie gingen nun zum
„area-bombing“ über. Fortan wurden nicht nur Punktziele, sondern ganze Städte
mit Bombenteppichen belegt. Und das bei jedem Wetter, denn nach Einführung
der H2S-Radargeräte konnten die US-Luftstreitkräfte ihre Ziele finden, selbst
wenn diese unter dichten Wolkendecken verborgen lagen. Auch ihre Bombenladung
änderte sich: Fortan führten die Amerikaner - wie die Briten - neben
Sprengbomben zunehmend Brandbomben mit sich5.Mehrere Wochen lang
hatte die 8. USAAF keine Angriffe auf Ziele in Deutschen Reich geflogen. Erst
am 27. September 1943 starteten die „Fliegenden Festungen“ wieder gegen
Hitler-Deutsch- land, und zwar zu ihrem ersten „blinden“ Bombenangriff gegen
ein von Wolken bedecktes Ziel.
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"Blinder"
Bombenabwurf durch die geschlossene Wolkendecke. Amerikanische Flüssigkeitsbrandbomben
(M 47) fallen am 27.09.1943 auf Emden und Aurich.
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Zudem wurden ihre Kampfmaschinen an diesem
Tage erstmals auf dem gesamten Hin- und Rückflug von Jagdflugzeugen mit
größerer Reichweite (durch Zusatztanks) geschützt. Der Bombenangriff vom 27. September
1943 markiert also einen Wendepunkt in der US-Luftkriegsführung.
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Zielkategorien
Welches
Ziel bzw. welche Ziele (Hauptziel, Zweitziel, Gelegenheitsziel) wollten die
Amerikaner angreifen? Worin unterschieden sich ihre Zielkategorien? Das Hauptziel
(„primary target“) war das eigentliche, eindeutig bestimmte Ziel eines
Angriffs, in der Regel ein militärisches Objekt an einem bestimmten Ort. Für
den Fall, dass das Hauptziel verfehlt wurde oder aus anderen Gründen nicht
angegriffen werden konnte, wurden häufig Attacken auf vorher festgelegte
Zweitziele („secondary targets“) befohlen. Die letzte Möglichkeit für einen
Angriff bildete das Notziel, die letzte Zuflucht („last resort“). Unter
dieser Kategorie waren u.a. die sogenannten Gelegenheitsziele („targets of
opportunity“) verzeichnet, die angegriffen wurden, wenn die Bomberverbände
weder das Hauptziel noch eventuelle Zweitziele treffen konnten. Welche Orte
dabei als Gelegenheitsziele bombardiert worden waren, konnte oftmals erst
nach Auswertung der Zielfotos erkannt werden. - Unter keine dieser
Zielkategorien fallen die Notwürfe („jettisoned bombs“), denn beim Notwurf
ging es (den in Bedrängnis geratenen) Bombern nicht darum, irgend ein Ziel zu
treffen; sie wollten lediglich ihre Bombenlast loswerden, um ihren Verfolgern
„leichter“ entkommen zu können.
Hauptziel Wilhelmshaven?
Über
das eigentliche Ziel der Amerikaner ließ der Wehrmachtsbericht vom 28.
September 1943 die deutschen Leser und Rundfunkhörer im Unklaren, denn es
hieß dort nur, die Bomberverbände hätten versucht, „im Schutze der Wolken
über die Deutsche Bucht nach Nordwestdeutschland einzudringen. Sie wurden von
deutschen Jagdgeschwadern zum Kampf gestellt und zersprengt. Damit wurde der
vom Feind beabsichtigte zusammengefaßte Angriff vereitelt.“ Viele Ostfriesen
glauben noch heute, dass Wilhelmshaven das eigentliche Ziel dieses
Bombenangriffs war. Auch Heinz Knoke, ein Staffelkapitän der Jagdflieger, der
an diesem Tage maßgeblich am Abwehrkampf gegen die Bomber beteiligt war,
bestätigte 1952 im „Anzeiger für Harlingerland, „daß der Gegner sein Ziel
Wilhelmshaven nicht erreichte“6. Davon war auch ein weiterer
Autor, Helmut Millies, überzeugt: „Am 27. September 1943 hatten die
Alliierten einen Luftangriff auf Wilhelmshaven angesetzt“, aber das
Abwehrfeuer der Marineflak aus „mehr als 100 Rohren lag so gut und war so
wirksam“, behauptete er weiter, „daß die angreifenden Verbände nur zum Teil
ihre Angriffsziele erreichen konnten und die übrigen den Angriff abbrachen.
Ein Teil von ihnen überflog Esens und griff diese Kleinstadt an...“7.
Man darf sich deshalb nicht wundern, wenn auch Siegfried Schunke in seiner
Esenser Stadtgeschichte die Ansicht vertritt, der feindliche Bomberverband
habe „gewiß einen Angriff auf Wilhelmshaven“ geplant8.
Hauptziel
Emden!
Immerhin
wurde Wilhelmshaven – neben Bremen und Emden – bereits in der
zeitgenössischen Presse als angebliches Ziel genannt9, folglich
konnte man in vielen Zeitungsberichten der Nachkriegszeit lesen, die Bomber
hätten an diesem Tage „eigentlich die kriegswichtigen Hafenstädte Emden,
Wilhelmshaven und Bremen zum Ziel gehabt“10. Tatsächlich aber
sollten Bremen und Wilhelmshaven von Bombenwürfen verschont bleiben, denn der
amerikanische Luftangriff galt ausschließlich einem Ziel: der Stadt Emden. „Die
Stadt Emden, Deutschland, wurde als das einzige Ziel ausgewählt...“.steht in
den amerikanischen Einsatzberichten. Der Planungsstab der US Air Force hatte
sich nämlich für Emden entschieden, weil diese Stadt am Ufer des Dollart
liegt, dessen markante Küstenlinie den Navigatoren eine gute Chance bot, das
Ziel mit Hilfe ihrer H2S-Radargeräte zu finden. Bezeichnend ist ferner, dass
dieser Angriff der „Stadt Emden“ galt, nicht etwa militärischen Zielen in
Emden, wie Einrichtungen der Marine, U-Bootwerften oder Verkehrszielen.
Drei
Bomberdivisionen
Am
Vormittag des 27. September 1943 waren alle drei Bomberdivisionen des
schweren Kampfflieger-Korps der 8. USAAF eingesetzt. Die 3. und die 1.
Division, insgesamt 308 „Fliegende Festungen“, hatten den Befehl, die Stadt
Emden anzugreifen. Gleichzeitig sollten 24 Bomber der 2. Division zur Ablenkung
Scheinangriffe über dem Kanal fliegen. „Thunderbolt-Jäger“ des
Jagdflieger-Korps der 8. USAAF gaben den schweren Bombern während der
gesamten Operation Geleitschutz. Trotzdem verlief dieser Luftangriff nicht im
Sinne der Amerikaner, denn nur 180 Kampfflugzeuge (ca.58 %) waren in der
Lage, ihre Bombenlast – wie geplant – auf die Stadt Emden zu werfen.
Von
der deutschen Flak abgedrängt?
Warum
konnten die übrigen Bomber ihren Auftrag über Emden nicht erfüllen? Gewiss,
die amerikanischen „Fliegenden Festungen“ wurden von der Marineflak
beschossen, von deutschen Jagdgeschwadern bedrängt und zu Kursänderungen
gezwungen. Dabei verloren sie sieben Bomber. Doch der eigentliche Grund für
ihre Orientierungslosigkeit waren eigene technische Probleme: Zwei der vier
Radargeräte in den „Pfadfindermaschinen“, die den Bomberverband nach Emden
führen und dort mit Rauchsignalen die Bombenauslösepunkte markieren sollten,
funktionierten nicht, so dass mehrere Bombergruppen über Emden die
Orientierung verloren und sich Gelegenheitsziele suchten, die sie nach
Bodensicht angreifen konnten.
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Esens
als Gelegenheitsziel
Dass
Esens am 27.9.1943 für die Amerikaner zum Gelegenheitsziel wurde, beweist ihr
Einsatzbericht, der die Ergebnisse des Angriffs „auf Esens“ [...] und
„andere, nicht identifizierte Gelegenheitsziele“ unzweideutig dargestellt.
Auf einer Karte mit den Flugrouten der 3. Bomberdivision sind die Angriffe
auf Gelegenheitsziele unter der Rubrik „Letzte Zuflucht“ verzeichnet: „jedes
Gelegenheitsziel (Esens).“ Warum aber bot sich gerade Esens als
Gelegenheitsziel an? Als die Kampfflieger des 4. Geschwaders (385. und 94.
Bombergruppe) auf ihrem Rückflug, vom vorgeschriebenen Kurs abgekommen, das
Harlingerland überquerten, sahen sie durch ein Wolkenloch das Städtchen unter
sich liegen, denn ausgerechnet über Esens war die dichte Wolkendecke, die
9/10 der ostfriesischen Halbinsel unter sich verbarg, ein wenig aufgerissen.
Diese Gelegenheit nutzten die Amerikaner, um ihre Bomben über Esens
auszuklinken. Die Bombenschützen zielten sorgfältig. Die Sprengbomben lösten
sich nach einem einheitlichen Kommando. Der Bombenteppich lag genau im Ziel.
Notwurf?
Ein
Notwurf war das also nicht, obwohl Reichspropagandaminister Goebbels in
seinem Tagebuch behauptete: „Die Gefallenenziffern sind verhältnismäßig hoch,
weil die amerikanischen Flieger sich in ihrer Angst ihrer Bomben durch
Notwürfe entledigten“11. Tatsächlich gab es auch Notwürfe am 27.
September 1943. Diese fielen jedoch ungezielt zumeist in freies Gelände, in
die See, in die Ems, oder durch Zufall auf einzelne Dörfer und Häuser, wobei
es durchaus Gebäudeschäden und Opfer unter der Bevölkerung gegeben haben
kann.
Statistik
Die
folgende Übersicht nennt die Zahl der am 27.9.1943 eingesetzten Bomber und
die Menge der von ihnen mitgeführten bzw. auf Haupt- und Gelegenheitsziele
oder als Notwürfe abgeworfenen Spreng- und Brandbomben:
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248
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bombardierten
gezielt
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(180
die Stadt Emden,
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68
Gelegenheitsziele, u.a.
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Aurich
und Esens):
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5076
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31
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Notwürfe
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898
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12
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Verbleib
der Bomben ungeklärt
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72
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17
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behielten
ihre Bomben an Bord
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800
|
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24
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Scheinangriff, Ablenkung
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0
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332
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insgesamt
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6846
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Geplante
Aktion?
Schon
dieser knappe Überblick zeigt, was geplant war an der „Aktion“ vom 27.9.1943,
was nach Plan verlief und welche Angriffsmöglichkeiten sich erst während der
Operation ergaben. Geplant war ein Angriff auf ein Ziel: die
Stadt Emden! Angriffe auf weitere, vorher festgelegte Zweitziele waren nicht
vorgesehen. Zur Bombardierung der Stadt Esens als einem Gelegenheitsziel
konnten die Amerikaner sich logischerweise erst in dem Augenblick
entschließen, als ihnen die Umstände (Wolkenlücke) eine Chance zum Angriff
boten. Dann allerdings nahmen sie Esens genau ins Visier, mit der festen
Absicht, ihr Ziel zu treffen.
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Vergeltung am deutschen Volk?
Seit
der Konferenz von Casablanca (Januar 1943) war das Ziel der alliierten
Luftoffensive: „Fortschreitende Störung und Zerstörung der militärische
Struktur Deutschlands und die Unterhöhlung der Moral der Bevölkerung bis zu
einem Punkt, an dem die Fähigkeit, bewaffneten Widerstand zu leisten, entscheidend
geschwächt ist“12. Doch die Terrorangriffe konnten den Krieg nicht
verkürzen, die Moral der Bevölkerung nicht brechen. Im Gegenteil, sie
schürten vielmehr die Erbitterung, verstärkten den Widerstandswillen und das
Verlangen der Deutschen nach Vergeltung an den Alliierten, den Protagonisten
des Bombenkrieges gegen Frauen und Kinder.
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Gerd Rokahr
Anmerkungen:
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1 Anzeiger für Harlingerland v. 28.9.1985; seitdem sind
folgende Veröffentlichungen zu diesem Thema erschienen: Gerd Rokahr, Bomben
auf die Bärenstadt, in: Friesische Heimat, 13. Beilage zum Anzeiger für
Harlingerland v. 22.11.1985 (überarbeitete Fassung: Esens, 1998). - Ders.,
Mit Bomben und Kameras über Esens, in: Friesische Heimat, 6. Beilage zum
Anzeiger für Harlingerland v. 20.5.2000. - Ders., Aurich im Bombenhagel am
27. September 1943, in: Unser Ostfriesland, 15. Beilage zur Ostfriesen
Zeitung v. 7. 8.2000, S. 57f. - Ders., Als die Bomben auf Esens fielen, in:
Harlinger Heimatkalender 2001, Wittmund, S. 53 – 58. - Hans Folkers, „Als die
Stadt Esens weinte...“, Esens 1998, 2. Aufl. 1999. - Manfred C. Schmidt,
„Plötzlich sahen wir die Flugzeuge über uns“, in: Anzeiger für Harlingerland
v. 25.9.1999.
2 Die Wehrmachtsberichte 1939 - 1945, Köln 1989, Bd.2,
S.571.
3
8. AF
Tactical Mission Report 27. Sep
43, in: National Archives and Records Administration, Washington bzw.
College Park (Maryland), USA: RG 243 (Records
of the U.S. Strategic Bombing Survey) 2b 60 (amerikanischer Einsatzbericht).
4 U.a. in: RL 10/639: II./ Jagdgeschwader 11,
Gefechtsbericht v. 28.9.1943 u. RM 45II/123: Kriegstagebuch Küstenbefehlshaber
Deutsche Bucht.
5 Rolf Uphoff, Als der Tag zur Nacht wurde - und die
Nacht zum Tage. Wilhelmshaven im Bombenkrieg, Oldenburg 1992, S. 143f.
6 In seinen 1952 in Rinteln erschienenen Erinnerungen
(Heinz Knoke, Die große Jagd. Bordbuch eines deutschen Jagdfliegers, S.113)
nennt er Wilhelmshaven nicht mehr als Ziel.
7 Helmut Millies, Thaler, Mark und Pfenninge. 100 Jahre
Volksbank Esens eGmbH, Jever/Esens 1969, S. 66.
8 Siegfried Schunke, Vom Häuptlingssitz zum
Küstenbadeort. Esens – ein Stück ostfriesischer Geschichte, Esens 1978, S.
153.
9 Ostfriesischer Kurier v. 29.9.1943
10 u.a. Anzeiger für Harlingerland v. 24.9.1983,
25.9.1993.
11 Die Tagebücher von Joseph Goebbels, Teil II, Bd.9,
München, New Providence, London, Paris, 1993. S.614.
12 Markus Forster, Luftkrieg, in: Christian Zentner,
Friedemann Bedürftig, Das große Lexikon des Zweiten Weltkrieges, München
1988, S. 349.
(Dieser Aufsatz wurde
erstmals am 12. September 2001 in der 18. Beilage der Ostfriesen-Zeitung „Unser
Ostfriesland“ veröffentlicht.)
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