in Emden

 
      Englische Luftaufnahmen der Stadt Emden  
      © Dietrich Janßen, 26721 Emden, 2002-12-26  
   

Innenstadtbildausschnitt aus der Luftaufnahme  Nr. 990

Durch den Luftaufklärungsflug der Royal Air Force Flugnummer  T/557 I.R.U. vom 07.09.1941 wurde die Stadt Emden in zwei Luftbildabschnitten fotografiert. Der erste Abschnitt begann über dem Bereich Harsweg/Trecktief und endete bei der schweren Flakbatterie Konstantia. Dort flog der Aufklärer eine große Kurve, um nun in südlicher Richtung den Abschnitt von der Neuen Heimat mit der Flakbatterie Tholenswehr, der Innenstadt, der U-Bootswerft Nordseewerke, den Binnen- und den Außenhafen aufzunehmen. Auf dem nebenstehenden Luftbildausschnitt der Innenstadt ist deutlich der Rats- und Falderndelftarm, das Osterpiepentief und in dessen Verlängerung der Brauersgraben an den dunklen Wasserflächen erkennbar. Hier stand unter anderem das Emder Telegrafenamt, das  am 31.04.1941 durch eine Luftmine schwer beschädigt wurde. Insgesamt wurden bei diesem Luftangriff ca. 800 Wohn- und Geschäftshäuser in der Neutorstraße, Zwischen beiden Sielen, Große Osterstraße und Kleine Osterstraße zerstört.

 
   

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Norden - oberer Bildrand.

Bildreihe 1

 

 
   

 

Die Luftaufnahme zeigt am oberen linken Bildrand die Siedlung Harsweg an der Auricher Straße. Im unteren Teil des Luftbildes befindet sich die Batterie Tholenswehr und das Trecktief. Die nachfolgenden Luftbilder Nr. 948 - 953 wurden zur besseren Orientierung gedreht, so dass sich die Himmelsrichtung "Norden" jeweils am oberen Bildrand befindet.

 
   

 

 

 

   

 

Am linken Bildrand werden die Kaserne und die Neue Heimat sichtbar. Etwa in der Bildmitte befindet sich die Flakstellung Tholenswehr. Rechts davon das Trecktief und die Siedlung Tholenswehr.

 
   

 

 

 

   

 

Am rechten Bildrand liegt nunmehr die Batterie Tholenswehr. Die Neue Heimat an der Auricher Straße wird im unteren Teil, wie auch teilweise die Innenstadt, durch Wolken verdeckt. Am linken Bildrand wird als heller Strich der Steinweg mit der Ziegelei Ekkenga erkennbar. Vom Steinweg oberhalb der Ziegelei abzweigend verläuft der Früchteburgerweg mit dem gleichnamigen Barackenlager, in dem Kriegsgefangene untergebracht waren.

 
   

 

 

 

   

 

Durch Wolken wird die Sicht auf die Geländestruktur und die Bebauung teilweise verdeckt. Deutlich erkennbar ist der Stadtwall mit seinen Zwingern. In der Bildmitte das Hinter Tief. Auch ist der Verlauf der Wasserfläche des Larrelter Tiefs erkennbar, das zuerst in nördlicher Richtung und dann im scharfen Knick nach Westen verläuft.

 
   

 

 

 

   

 

In der Bildmitte befindet sich das Larrelter Tief zu dem parallel der alte Schlafdeich in westlicher Richtung verläuft. Deutlich sind die Feldstrukturen im Polder erkennbar, auf denen Ackerbau betrieben wurde. Heute befindet sich dort die Fachhochschule und Gewerbeflächen an der Ubierstraße. In oberen Bildteil, durch den Schatten der Wolken verdeckt, liegt die Siedlung Conrebbersweg.

 
   

 

 

 

   

 

Die Larrelter Straße verläuft im unteren Drittel des Luftbildes durch die Polderlandschaft. Am linken oberen Bildrand wird die Flakstellung Konstantia erkennbar, die am Larrelter Tief lag. Noch heute befinden sich dort die Reste der Batterie, deren Betonstellung nach dem Kriege gesprengt worden ist.

 
   

 Bildreihe 2

 

 

   

 

Die Neue Heimat und das Kasernengelände an der Auricher Straße befinden sich am unteren linken Bildrand. Rechts von der Kaserne liegt die Batterie Tholenswehr. In der Bildmitte verläuft das Trecktief von dem der Vorflutkanal abzweigt. Der neu angelegte Stadtfriedhof Tholenswehr hebt sich auf Grund seiner rechteckigen Form zwischen den beiden genannten Kanälen ab.  Rechts unten der Ems-Jade-Kanal mit seinen Kolken und den Dorf Wolthusen.

 
   

 

 

 

   

 

Am unteren Bildrand werden Teile der Innenstadt sichtbar. Quer durch das Luftbild verläuft der Vorflutkanal und im unteren Bereich zusätzlich der Verbindungskanal. Der Ems-Jade-Kanal mit seiner Ausbuchtung bei der so genannten "Liebesinsel" ist deutlich erkennbar. Oberhalb befindet sich das Dorf Wolthusen. Stadtwall und Graben schließen die Innenstadt gegenüber der Landschaft ab.

 
   

 

 

 

   

 

Die Innenstadt mit seiner Bebauung, seinem Straßennetz und den Wasserläufen, wie Rats- und Falderndelft lassen den Stadtmittelpunkt erkennen. Auch die lange Reihenhausanlage an der Petkumer Straße auf dem ehemaligen Deich ist deutlich sichtbar. In dessen Verlängerung in Richtung Innenstadt befindet sich der Wasserturm und das städtische Gaswerk, welches als lebenswichtiger Betrieb eingestuft wurde.

 
   

 

 

 

   

 

In der Bildmitte der Luftaufnahme wird der Verschiebebahnhof Emden-Süd sichtbar. Ein oft bombardiertes Ziel im Zweiten Weltkrieg, da hier die Erzzüge für das Navikerz zusammengestellt wurden. Die Lage des Bahnhofs war auch nachts leicht an der Wasserfläche des Bahnhofdocks erkennbar, der wie ein ausgestreckter Finger vom Binnenhafen in östlicher Richtung abzweigt. Am unteren Bildrand befinden sich die Nordseewerke.

 
   

 

 

 

   

 

Die Nordseewerke mit seiner U-Bootswerft war ein kriegswichtiger Betrieb, der ebenfalls das Ziel britischer Bomber war. Hier wurden neben U-Bootsneubauten auch Reparaturen an Kriegsschiffen usw. ausgeführt. Bild unten: U 1101, Neubau der Nordseewerke vor der Indienststellung im Außenhafen am 10.11.1943.

 
   

 

 

 

   

 

Der Emder Hafen mit den Hafeneinschnitten, dem Binnenhafen und dem Industriehafen. Das Hafenbecken des späteren Ölhafen befindet sich im Bau.

 
   

 

 

 

   

 

Der Binnenhafen und der Außenhafen werden sichtbar. Im Binnenhafen liegen einige Seeschiffe. Am unteren Bildrand wird die Große Seeschleuse erkennbar.

 
   

 

 

 

   

 

Die Große Seeschleuse mit den beiden Einfahrtsmolen an der Ems schließen den Hafen ab. Sehr deutlich sind durch das seitliche einfallende Sonnenlicht die Schiffe im Binnenhafen erkennbar. Am unteren Bildrand die Ems.

 
   

 

 

 

   

 

Die Einfahrt in den Emder Hafen mit Ost- und Westmole. Links der Außenhafen mit seiner Kaianlage, den Lagerhallen und dem Getreidesilo der Firma Bley.

 
   

 

 

 

   

 

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